Pressestimmen zu Caprice...

Nachfolgend ein paar Auszüge aus Artikeln, mit denen wir in Zeitungen erschienen sind.

HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung) - 27.02.2008

Artikel HAZ: Lothar Mester
HAZ, 27.02.2008

ZU HAUSE IN HANNOVER

Der Schöngeist

Seinen Job als Banker hat er an den Nagel gehängt, seit sieben Jahren verdient Lothar Mester seine Geld mit den schönen Dingen des Lebens: mit edler Deko und betörenden Düften.

Wie schön muss ein Leben sein, das aus betörenden Düften, einem verwunschen wirkenden Bauerngarten, zwei gut laufenden Geschäften, einer harmonischen Beziehung und romantischen Reisen nach Frankreich besteht? Lothar Mester lacht angesichts der Frage, blickt bescheiden zu Boden und bestätigt: "Ja,es läuft alles rund. Ich bin sehr glücklich."

Mester verkauft in seinem Geschäft Caprice... im Ernst-August-Carree seit sieben Jahren ausgefallene Dekoartikel und Düfte. Er war der erste Mieter und fühlt sich in dem historischen Gebäude in der City sehr wohl. "Hannover vermittelt Intimität und Geborgenheit. Ich werde mit Namen auf der Straße angesprochen. Das gibt mir das schöne Gefühl, zu Hause zu sein", sagt der 50-Jährige.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der ungewöhnlichen Produktkombination aus kitschig wirkenden Osterhasen, edlen Bilderrahmen, wohlriechenden Seifen, Badeessenzen und Duftölen mit dem Frisörsalon Caprice... am Lindener Marktplatz. Mesters gleichaltriger Ehemann Karl Heinz Hansen eröffnete ihn vor 23 Jahren und dekorierte das Schaufenster nicht mit Shampooflaschen und Haarkurtigeln, sondern mit barocken Engeln, kitschig anmutenden Froschkönigen und pompösen Kerzen. Das alles kamen so gut an, dass immer mehr Kunden bei ihm Deko fürs heimische Wohnzimmer kaufen wollten. Was als Nebengeschäft begann, florierte schnell, sodass Hansen und sein Mester beschlossen, die Dekoartikel im größeren Stil zu verkaufen und einen eigenen Laden dafür zu eröffnen.

Ein großer Schritt für Mester, der von sich selbst sagt, dass er in Geschäftsdingen nicht gerade ein Abenteurer sei. Trotzdem gab er nach 25 Jahren seinen sicheren Beruf als Bankkaufmann auf, um sich mit Haut und Haaren der Dekobranche zu widmen und das Zweitgeschäft am Hauptbahnhof zu eröffnen. Der berufliche Bruch hat Mester gutgetan. "So eine Veränderung bringt Dynamik und beflügelt", sagt er. Dabei war er gern Bänker, jedenfalls die meiste Zeit. Sein Beruf führte den gebürtigen Westfalen unter anderem nach Hamburg, Berlin und Rostock. Er war stellvertretender Leiter der Filiale der Deutschen Bank am Kurfürstendamm und baute in der Wendezeit eine der DDR-Staatsbanken nach westdeutschem Prinzip auf.

Selbstbestimmtes Arbeiten ­ das ist für Mester das Zauberwort eines glücklichen Berufslebens. Gemeinsam mit seinem Ehemann ist er viel unterwegs: auf Messen oder in kleinen französischen Manufakturen, immer auf der Suche nach neuartigen Dekorationsartikeln. Denn der Anspruch der beiden ist hoch: "Das, was wir verkaufen, soll es möglichst nirgendwo sonst in Hannover geben", sagt Mester.

Ein Ziel, das sich der 50-Jährige auch für eine private Leidenschaft gesetzt hat. In Minden bewohnt er mit seinem Partner ein großes, hundert Jahre altes Haus mit einem Garten, der an das Weserufer mündet. Dort, so betont der Mann mit dem lila Rollkragenpullover und dem grau karierten Sakko, soll es jede Pflanze auch nur einmal geben. Und so blühen allein 70 Rosensorten, 40 verschiedene Schwertlilien, deren Samen extra aus Frankreich eingeflogen wurden, und unzählige seltene Obstbäume wie Quitten und Renekloden in dem kleinem Paradies.

Und wenn man Mester nicht zu Hause, in seinem Garten oder in seinen Läden antrifft, dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Er ist im Urlaub in der Normandie oder mit seinem Partner auf einer Radtour. Aber nur auf Radwegen, auf denen man ganz gemütlich nebeneinander fahren kann. "Sonst kann man ja gar nicht in Ruhe quatschen", sagt Mester und aus seinen blauen Augen blitzt der Schalk.

JULIA PENNIGSDORF
© Verlagsgesellschaft Madsack

energie & Co - 03/2005

energie & Co 03/2005: Baummode 2005
energie & Co, 03/2005

"Kopf gut schütteln vor Gebrauch, ohne Christbaum geht es auch" - so frech-ironisch der Reim des begnadeten Spötters Erich Kästner auch sein mag - auf Weihnachtsbaum und Lichterglanz mag hierzulande keiner verzichten. Da sind wir eigen.

Nadelneu: Baummode 2005

Keine Frage: „Auch dieses Mal soll alles wieder genau so sein wie früher.“ In jedem Haushalt gibt es sie irgendwo, auf den Weiten des Dachbodens oder in den Tiefen des Kellers versteckt, die Kartons mit Kugeln, Weihnachtsengeln, Strohsternen und Kerzenhaltern. Man muss sie nur rechtzeitig vor Heiligabend finden und auspacken. Hat der kleine Bruder nicht diese niedliche Ballerina früher immer besonders bewundert? Und hat man jenem Waldgeist nicht bereits mehrfach den Bart ankleben müssen? Bisweilen präsentiert sich der Weihnachtsschmuck bei näherem Hinsehen allerdings als nicht mehr ganz so glanzvoll wie erwartet. Da sind doch einige Dekorationsstücke reichlich zerdrückt und abgeblättert. Und manches Figürchen wirkt bei nüchterner Betrachtung nicht wirklich niedlich, sondern kitschig. Egal: Im Schimmer der Kerzen sieht auch eine etwas ramponierte und geschmacklich nicht ganz einwandfreie Ausstattung nahezu makellos aus. Oder?

Nein, was soll der Geiz zum Fest! Über den Weihnachtsmarkt bummeln und kaufen, was einem gefällt – das ist die richtige Methode. Oder mal zum Caprice... am Ernst-August-Platz geschaut, einem Eldorado für ausgefallenen Glasschmuck. Mit seiner üppigen Weihnachtsdekoration genießt dieser Laden ja mittlerweile schon Kultstatus. Wem hier in der Masse der Ausstellungsstücke die Orientierung abhanden kommt, kann sich indes von Eigentümer Lothar Mester über die neuesten Trends aufklären lassen. Natürlich werden nach wie vor traditionelle Dekorationsstücke wie etwa die seit 1597 in Modeln formgeblasenen Glasfiguren aus dem Bayerischen Wald angeboten. Oder die fröhlichen italienischen Figuren des venezianischen Karnevals oder der Commedia dell’arte – alles Unikate, da handgeblasen, ohne feste Form. Doch zunehmend ist Modisches gefragt, und das gerade von Kunden, die ansonsten nicht unbedingt den Anschein erwecken möchten, allen Verlockungen modischer Hypes und trendiger Eruptionen zu erliegen.

Was out und was in ist? Lametta ist out, schon lange, und unsere unschuldigen Strohsterne; und überhaupt alles leicht Hölzerne, Selbstgebastelte. Der Trend geht zum Glamour, zum Luxuriösen und auch zum Witzigen, leicht Verrückten. Kitsch? Kein Problem. Amerika setzt hier eindeutig Maßstäbe. So hängen neuerdings statt Beate-Hummel-Engeln gerne Fantasy-Figuren oder dicke Frauen à la Butero im Baum. Mega-in ist dieses Jahr der ganz in Weiß gehaltene Baum mit edlen Schweizer Figuren: gläserne Paradiesvögel mit Glitzernetzen und weißem Federschweif. Gefragt sind bei Caprice... Trend-Serien für die Ausstattung so genannter Motivbäume. Das Thema Berufe zum Beispiel: der Kameramann, die Flamenco- Tänzerin, der Seemann oder Zauberer.

Und was verbindet den Harley-Davidson-Fahrer oder den Ferrari mit dem Weihnachtsbaum? „Weihnachten ist ein fröhliches Fest“, sagt Lothar Mester, „da wird mancher unserer Wünsche erfüllt. Ein Fest der Freude. Über solche Figuren sollen wir uns amüsieren. Und warum sollten wir uns nicht wieder jene Traumberufe vor Augen führen, die alle Kinder faszinieren? Ich offeriere unseren Kunden hier jedes Jahr neue Firmen und Motivserien – letztes Jahr zum Beispiel Indianer.“ Soweit der Chef vom Caprice...

Die Fülle der Schöpfung – im Abbild bunter Glasfiguren ist sie präsent. Der Tierliebhaber findet Schnecken, Delfine sowie einen niedlichen Löwen mit weißem Pelz und Purpurumhang, aber auch Exotisches wie den chinesischen Hund oder Drachen. Mäuse, Waldgeister und Hirsche sind im Angebot. Und wer für England schwärmt, kann seinen Baum mit Pferden, Hunden, Karostoffen, Beefeater-Figuren und Zweibeinern mit Bowler auf dem Kopf bestücken. „Die meisten Kunden suchen im Schmuck für den Weihnachtsbaum nach ihren Kindheitserinnerungen“, sagt der Geschäftsführer vom Caprice...

Und so finden wir unsere Weihnachtskiste mit ihrem bunten Allerlei schließlich doch wieder rehabilitiert. Sehnsüchte sind eben stärker als modische Trends. [...]

Erschienen in der "energie & Co.", der Privatkundenzeitschrift der Stadtwerke Hannover AG, im Dezember 2005

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